Zehn-Punkte-Paket für Ein-Personen-Unternehmen Drucken

Die Grüne Wirtschaft setzt sich vehement für die Interessen der Ein-Personen-Unternehmen ein. Wir wollen:

  1. Gerechtere Steuerbemessung für Einnahmen-Ausgaben-Rechner durch Einführung einer vorübergehend steuerbegünstigten Rücklage (»Steuersparbuch«). Damit kann in guten Jahren ein »Notgroschen« für schlechtere Jahre zurückgelegt werden.
  2. Leichtere Kalkulierbarkeit von Investitionen: Vorzeitige 30-prozentige Abschreibung (degressive Abschreibung) im ersten Jahr.
  3. Entbürokratisierung der laufenden Buchhaltung: Anhebung der Grenze für »geringwertige Wirtschaftsgüter« von 400 auf 1.500 Euro.
  4. Erleichterung der Anstellung des/der ersten Mitarbeiter/in: Deutliche Anhebung des Freibetrags für lohnabhängige Abgaben, der seit 1988 nicht verändert wurde, obwohl die Löhne in diesem Zeitraum um ca. 70 Prozent gestiegen sind.
  5. Bessere soziale Absicherung: Schaffung einer einheitlichen Arbeitslosenversicherung für alle Selbstständigen mit fairen Beiträgen und geeigneten Maßnahmen, um »Trittbrettfahrerei« zu verhindern.
  6. Überbrückungshilfe bei Krankheit und Spitalsaufenthalten: Schaffung einer attraktiveren SVA-Zusatzversicherung durch Erhöhung der Anzahl der leistungsfreien Tage von drei auf zehn und massiver Senkung des Beitragssatzes von 4,25 auf 1,9 Prozent.
  7. Ersatzlose Abschaffung der doppelten Krankenversicherung für »Patchworker«: Versicherte, die sowohl selbstständig als auch unselbstständig arbeiten, sollen für die gesamte Bemessungsgrundlage nur einmal Krankenversicherungsbeiträge bezahlen.
  8. Gerechte Pensionsharmonisierung mit Grundsicherung im Alter: staatlich garantierte Sockelpension, kombiniert mit einem rein versicherungsmathematischen Pensionskonto.
  9. Weiterbildungsfreibetrag für Selbstständige, um lebensbegleitendes Lernen zu erleichtern: Kosten für berufliche Weiterbildung sollen in dreifacher Höhe abgeschrieben werden können, um auch den damit verbundenen Zeitaufwand und Verdienstentgang abzugelten.
  10. Intensivierung der KMU-Forschung im Bereich der EPUs, um die wirtschaftliche Lage dieser Betriebe besser beurteilen zu können. Vorlage eines jährlichen EPU-Berichts der Bundesregierung.
 
< zurück   weiter >
Bitte aktivieren Sie Javascript und aktualisieren Sie Ihren FlashPlayer.